Deutschland baut Gesetze, die USA bauen Wohnungen

Das einzige Mittel, das gegen Wohnungsnot und weiter steigende Mieten hilft, ist der Neubau. Leider ist dieser in den letzten Jahrzehnten in Deutschland nicht vorangekommen. Wahlversprechen wurden zwar fleißig gemacht. Die Umsetzung sah danach immer sehr ernüchternd aus. Die benötigten Neubauwohnungen von rund 350.000 jährlich zur Entlastung des angespannten Mietmarktes in deutschen Ballungszentren wurden regelmäßig verfehlt. Mit dem Aufkommen des Ukrainekonfliktes und des Iran-Krieges und der Störungen von Lieferketten, Materialpreissteigerungen und der Zinsexplosion bekam der gebeutelte Wohnungsbau einen herben Dämpfer. Aber nicht nur exogene Faktoren, sondern vor allem politisches Versagen in Deutschland tragen zur Wohnungsmisere entscheidend bei. Mit einem Instrumentenkasten aus Mietpreisbremse, Mietendeckelung, Kappungsgrenzen, Privatisierungsverboten und Milieuschutzrichtlinien bis hin zu Enteignungsfantasien großer Bestandshalter wird seit Jahren an den Symptomen herumgedoktert, aber die Ursachen nicht angegangen. Diese liegen auch in den kilometerlangen Bauvorschriften, bevormundeten Heizungsgesetzen und immer weiteren Auflagen, die das Bauen teuer machen (Ø 4.600 €/qm in dt. Ballungszentren), das Mieten unerschwinglich (mind. 18 €/qm Kostenmiete) und Projektentwickler mehr und mehr verzweifeln lassen. Das deutsche Bürokratiemonster wuchert und verhindert den Neubau von Wohnungen; bremst ihn zumindest stark aus. Dabei könnte es durch Bürokratie- und Vorschriftenabbau auch anders gehen, wie Beispiele in den USA zeigen – mit sichtbaren Entlastungen für die Mieter. In Austin, Texas, gab es zwischen 2010 und 2019 die stärksten Mietsteigerungen aller US-Großstädte – fast 93% in neun Jahren. Statt eine neue Behörde zu gründen, entschlackte die Stadt das Baurecht, um den Neubau anzukurbeln: Stellplatzpflichten wurden abgeschafft, Einliegerwohnungen erleichtert, Genehmigungsanforderungen halbiert, Bebauungsdichte erhöht, Mindestgrundstücksgröße reduziert, Verfahren digitalisiert. Von 2015 bis 2024 entstanden 120.000 neue Wohneinheiten; dreimal so viel wie im US-Durchschnitt. Die Medianmiete lag im Dezember 2021 bei 1.546 US-$. Im Januar 2026 bei 1.296 US-$. Bauen hilft also nachweislich. Ähnliches passierte in Florida. Konsequenter Bürokratieabbau: Baugenehmigungen werden in Wochen statt in Jahren erteilt. Mit dem Live Local Act wurde ein Landesgesetz auf den Weg gebracht, dass auf Gewerbe-, Industrie- und Mischflächen Kommunen zwingt, Multifamily-Projekte (Wohnanlagen) ohne öffentliche Anhörung und ohne Stadtratsbeschluss zu genehmigen. Folge sind auch hier steigende Fertigstellungszahlen. Deutschland baut (weitere) Gesetze, die USA bauen Wohnungen. Nur ein Weg wird am Ende zur Entlastung des Mietmarktes führen. Mit dem bvt Residential USA 21 kann man sich an ausgewählten Multifamily-Bauprojekten im Osten und Südosten der USA beteiligen und von einer entschlackten Baupolitik profitierten. Bauen und dabei eine lukrative Rendite generieren -bei der bvt seit 22 Jahren gesehen- ist kein Widerspruch, sondern eine Kombination, die allen am Ende Freude bereitet.

 

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