DER Minenräumer im Sachwert- und Finanzmarkt

Lieferkettenstörungen als Normalfall

Die Welt von heute ist um einiges komplexer geworden als in früheren Jahrzehnten. Unterschiedliche Strömungen, Weltanschauungen, Machtbestrebungen und Einflussnahmen zersplittern die Menschheitsfamilie in mehrere Blöcke. Durch die modernen Kommunikationsmittel wird die Blockbildung und Radikalisierung tendenziell verstärkt. Auf der anderen Seite können sie aber auch Umstürze und Verschiebungen hervorrufen und neue Machtzentren begründen. Die Welt ist eben nicht gerade einfach und der Mensch auf eine friedliche Koexistenz auf diesem wunderschönen, einzigartigen Planeten nicht immer ausgerichtet. Gleichzeitig müssen sich die Menschen zusammenraufen, lernen miteinander auszukommen und Handel betreiben, da nicht alle volkswirtschaftlich wichtigen Rohstoffe und Waren auf allen Erdteilen gleichmäßig vorkommen oder hergestellt werden (können). Schon David Ricardo hat im 18. Jhdt. bemerkt, dass der Warenaustausch und komparative Kostenvorteile Staaten wechselseitig begünstigt. Erfindungen im Logistikbereich wie etwa Container oder Eisenbahnwaggons erleichterten den (weltweiten) Handel. Und durch Automatisierung, Standardisierung und Digitalisierung von Prozessabläufen können effiziente und kostengünstige Transportketten aufgebaut werden. Wären da nicht wieder streitsüchtige Menschen… Blockbildungen und Konflikte eskalieren mitunter in Kriegen mit entsprechend negativen Auswirkungen auch auf Handelsrouten. Da 90 % des weltweiten Warenaustausches per Schiff erfolgt, kommt den Seewegen eine entscheidende Bedeutung hinzu. Und einige Länder an strategisch wichtigen Seerouten sind politisch instabil und betreiben zudem Piraterie als Geschäftsmodell. Allein die jüngsten Attacken im Roten Meer haben laut Drewry zu 17 % bis 57 % längeren Fahrzeiten geführt, da aus Sicherheitsgründen 95 % der Schiffe den Weg um das Kap der Guten Hoffnung nehmen. Dadurch wird Logistikmaterial länger als geplant gebunden, welches an anderen Stellen fehlt. Kriege, Konflikte und Piraterie führen also dazu, dass mehr Logistikmaterial benötigt wird, allein um Logistikketten über zeitintensivere Alternativrouten aufrechtzuerhalten. Der Mensch wirkt also dem angeschobenen Prozess der Deglobalisierung selbst entgegen. Zudem sind technische Störungen am Suez- / oder Panamakanal oder pandemische Abriegelung von Hafenanlagen zu berücksichtigen, die insbesondere die Nachfrage nach Containern stark ansteigen lassen. Für den fortgeschrittenen Investor, der mit den unternehmerischen Risiken im Bereich Logistikausrüstungsgegenstände umzugehen weiß, bietet sich die eingehendere Lektüre der LSI Zinstragungslastanalyse zur Namensschuldverschreibung Solvium Exklusiv Invest 26-01 an. Für Anleger, die nicht den letzten Renditepunkt aus der Vermietung von Logistikequipment herausquetschen wollen, sondern dem Sicherheitsaspekt ein klein wenig höheres Gewicht beimessen, könnte das monatliche Auszahlungskonzept gefallen. In einer instabilen, aber auf Handel angewiesenen Welt, nicht die schlechteste Alternative.

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