DER Minenräumer im Sachwert- und Finanzmarkt

Die Katze im Sack miaut nach Transparenz

Transparenz ist im Kapitalanlagebereich eine elementare Grundvoraussetzung. Nur auf diese Weise können Interessenskonflikte, produktspezifische Schwächen und Risiken genaustens analysiert bzw. überhaupt erkannt werden. In der Vergangenheit waren Transparenzdefizite meist Einfallstore für Anlegerübervorteilung oder schlichten Betrug. Die Regulierung des Sachwertmarktes vor allem im Bereich der Alternativen Investmentfonds (AIF) hat hier vieles zum Guten gewendet. Der Anforderungskatalog zu einer Reihe von Anbieterangaben und (Vor-) Investitionsinformationen sind in den Jahren immer weiter angestiegen. Und mit zeitlich definierten Reportingpflichten kann die Finanzaufsicht den Anbieter bei Verspätungen auch auf die Finger klopfen. Leider kann man sich mit überschaubaren Bußgeldzahlungen davon freikaufen. Das ist so sicher nicht im Sinne des Erfinders gewesen, weswegen eine Gesetzesverschärfung dringend notwendig erscheint. Geprüfte Jahresabschlüsse, Bilanzen und Geschäftsberichte sind wichtig, um die Leistungsfähigkeit -zumindest stichtagsbezogen- evaluieren zu können. Meist ergeben sich hieraus auch die ersten Warnzeichen und sei es nur, dass der Leser wichtige Bilanzkennzahlen für sich selbst errechnen kann. Im AIF-Bereich ist es weiterhin möglich, mit Blind-Pool-Konzepten in die Platzierung zu gehen. Um gezielt Marktchancen auszunutzen, Investitionsflexibilität zu erhalten und Portfolien schrittweise aufzubauen eine durchaus sinnvolle Vorgehensweise. Gerade hier ist Transparenz bei der Investitionsstrategie, über Vorgängerprodukte, das Management, involvierte Partner und etwaige Referenzobjekte an den Tag zu legen, denn bei einem Blind-Pool-Konzept kauft der Anleger die Katze im Sack. Auch Misserfolge und Interessenkonflikte sollten nicht verheimlicht werden, damit sich der Anleger des Risikos bewusst wird. Naturgemäß ist es für die Aufsichtsbehörden schwieriger, bei Blind-Pool-Konzepten in die kleinste Verästelung des / der Investments durchzusteigen, da sie naturgemäß erst angebunden werden müssen. Dieser Ansatz erfordert einiges Vertrauen in die Kompetenz und die Leistungsfähigkeit des Anbieters bzw. des Managements. Notgedrungen müssen Analysehäuser also dort weitermachen, wo die Finanzaufsicht erst einmal eine Pause einlegt. #lsisachwertanalyse hat sich dieser Aufgabe angenommen und den als Blind-Pool aufgelegten DF Deutsche Finance Investment Fund 22 aus dem Hause Deutsche Finance näher angeschaut. Denn zwischenzeitlich sind sechs institutionelle Investmentstrategien identifiziert worden, die nach einer Begutachtung im Sinne der Transparenz verlangt haben. Denn wenn Anleger schon die Katze im Sack kaufen, sollte sich diese bei erster Begegnung nicht als Fake herausstellen. Denn das haben wir alle im Sachwertmarkt schon mehrfach gesehen. Miau! 🐶

 

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