DER Minenräumer im Sachwert- und Finanzmarkt

Erneuerbare Energie und intelligente Anreizstrukturen

Als 2000 das Erneuerbare Energien Gesetz, kurz EEG, eingeführt worden ist, handelte es sich um ein sehr gutes Rahmenwerk, um den Ausbau der regenerativen Energien deutlich voranzubringen. In über 70 Länder wurde dieses Gesetz zum Vorbild genommen, weswegen das deutsche EEG zum regelrechten Exportschlager wurde. Bei all der heutigen, berechtigten Kritik an Deutschland und seiner großen Dysfunktionalität sollte man die positiven Aspekte der Vergangenheit nicht vergessen, zumal gerade nach dem Angriff auf die Ukraine das Thema noch einmal ungeahnten (politischen) Rückenwind erhalten hat. Da, außer bei der Herstellung, die Ressourcen der Erde für den operativen Betrieb von Wind-, Wasser- und Solaranlagen nicht ausgebeutet werden, handelt es sich um eine sehr förderungswürdige Energieerzeugungsart. Einer der ersten Investitionen 2010 im Hause #lsisachwertanalyse waren daher Investitionen in Photovoltaikanlagen. Bei all der Euphorie sollte man allerdings auch immer mit nüchternen Augen auf die Thematik blicken. Ein Hauptproblem ist die fehlende Grundlastfähigkeit. In der Nacht ist es dunkel – eine einfache, aber zutreffende Analyse. Und bis auf die Herbst- und Winterstürme ist auch der Wind oftmals launisch. Zudem weht er nicht immer in der Stärke, wie benötigt oder gewünscht bzw. prognostiziert. Der Begriff des Flatterstroms hat sich hierfür eingebürgert. Aus diesem Grunde müssen Solar- und Windanlagen durch Gas-, Atom-, Kohle- oder Wasserkraftwerke flexibel unterstützt werden. Zumindest müssen sie als lebensnotwendige Reserve für Dunkelflauten vorgehalten werden. Dadurch werden kostspielige Doppelstrukturen geschaffen. Nicht umsonst haben Ländern mit dem höchsten Anteil an Erneuerbaren Energien, wie Deutschland und Dänemark, die höchsten Strompreise auf der Welt. Letztgenanntes Land kann sich das leisten, ein Industrieland wie Deutschland mit seiner sehr hoher Exportquote hingegen nicht. Rund die Hälfte der Erneuerbaren Energien in Deutschland werden durch Windenergieanlagen abgedeckt. Diese stehen vor allem in Norddeutschland, wohingegen ein enormer Energiebedarf im Ruhrgebiet, im Rhein-Main-Gebiet und in Süddeutschland vorhanden ist. Die Einbettung der regenerativen Energien in die Strominfrastruktur ist dann sinnvoll, wenn entsprechende Stromverteilungsnetze vorhanden sind. Aber auch hieran krankt es. Sinnvoller ist es, bereits bei der Planung und in der Anreizstruktur eine intelligente Integration von regenerativen Anlagen in das bestehenden Stromnetz vorzunehmen. Nicht ein ideologischer Radikalschnitt, sondern die schrittweise Verdrängung von fossilen Kraftwerkskapazitäten durch nachhaltige Energieerzeugung an den Verbrauchsstellen, flankiert von einer smarten Stromnetzsteuerung und Speicherbausteinen. Werden dann auch noch Anreize zur Senkung der System- und Verteilungskosten gesetzt, werden auch die Endverbraucher abgeholt. So hat der Bundesstaat New York vielschichtige und netzintegrative Anreizstrukturen für regenerative Energieerzeugungsarten geschaffen, um die hier angerissenen Thematiken einzufangen. Nicht von ungefähr investiert der hep Solar Green Energy Impact Fund 1 genau dort. Die Produktanalyse beleuchtet eingehend die Vergütungs- und Ertragssystematiken. Früher war Deutschland ein vorbildlicher Exporteur in Sachen Erneuerbaren Energien. Heutzutage kann es bewährte Weiterentwicklungen auf diesem Gebiet wieder importieren.

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