Ein langer Atem – keine Selbstverständlichkeit!

In den letzten Jahren war die Weltgemeinschaft mit einer Reihe von Herausforderungen, Auseinandersetzung und geopolitischen Machtkämpfen konfrontiert. Auf Grund der Globalisierung, Energieabhängigkeiten von einigen wenigen Ländern und/oder internationalen (Kapital-) Verflechtungen trifft dies meist alle entwickelten Volkswirtschaften gleichermaßen. Die Corona-Pandemie, Lock-Downs, der Ukrainekonflikt, Lieferkettenstörungen, die galoppierende Inflation, der rasche Zinsanstieg, Ölpreisexplosion oder der Iran-Konflikt. Kaum ein Unternehmen konnte sich dem jeweils entziehen. Der Zwang zur Anpassung ist eine notwendige Folge. Auch die Sachwertbranche ist vor Veränderungen nicht gefeit. Leider erkennen oder erkannten einige Firmenlenker nicht immer die Zeichen der Zeit. Auch hier gilt das alte Credo: wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit. Brenzlig wird eine Situation für ein Emissionshaus und seine Anleger immer dann, wenn neben volkswirtschaftlichen Herausforderungen noch interne (hausgemachte) Probleme dazukommen. Beispiele lassen sich mit SORAVIA / One Group, PROJECT, Deutsche Finance, Thomas Lloyd, DEGAG, d.i.i., PI Pro Investor, Luana oder TGI zur Genüge aufzeigen. Die LSI Sachwert-Auswahllisten geben daher nicht nur einen Hinweis auf -mit hoher Wahrscheinlichkeit- funktionierende Kapitalanlageprodukte, sondern versuchen auch die Emissionshäuser herauszufiltern, die auch noch in 5 oder 10 Jahren weiter am Markt agieren werden. In den heutigen Zeiten kein leichtes Unterfangen. Vielen fehlt einfach der lange Atem; stattdessen dominiert die schnelle Gewinnmaximierung bzw. der Vertriebserfolg. Glücklich können sich Anleger schätzen, die in einigen Jahren noch einen kompetenten Ansprechpartner haben und eine engagierte Anlegerverwaltung vorfinden. Auch das ist kein Selbstverständlichkeit. Auch hier fehlt es meist am langen Atem. Eine heutige Auswertung der Cash-Platzierungsliste aus dem Jahre 2020 zeigt, dass nach sechs Jahren rund 40 % der Emissionshäuser vom Markt verschwunden oder aktuell mit erheblichen Problemen zu kämpfen haben. LSI war schon immer ein Gegner der Platzierungslisten von Cash, weil Eigenkapitaleinwerbungen nichts über die Qualität der Produkte aussagen. Oftmals ist es sogar so, dass der lauteste und erfolgreichste Vertrieb die schlechtesten Produkte hat. LSI orientiert sich daher nicht an Platzierungszahlen. Stattdessen steht die gründliche Analyse der Produkte, Märkte und des Managements im Vordergrund. Dabei liegt LSI Sachwertanalyse auch nicht immer richtig, denn es ist sehr schwierig, in die Glaskugel zu blicken. Aber mit einer Trefferquote von über 90 % sind die LSI Sachwert-Auswahllisten als belastbar zu verorten. Vielleicht mag es daran liegen, dass LSI einen sehr langen Atem hat und nicht den schnellen Analyseerfolg sucht, sondern sich die Häuser über Jahre sehr gründlich anschaut. Möge die LSI Sachwert-Auswahlliste 35 wieder einmal die notwendige Orientierung zum langen Atem geben.  

 

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